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Verhaltensauffälligkeiten, Übergewicht, Sprachprobleme

Erstellt von Michael Ueberschaer am 19.12.2016, 21:20

 

Wenn ich mich an meine eigene Kindheit erinnere, fällt mir ein, dass wir damals mehr oder weniger fast immer draußen unterwegs waren.

Wir fuhren Fahrrad, erkundeten nahe gelegene Bahngleise, Seen, spielten gegen andere Straßen Fußball und spielten auch so Fußball.

Wir waren körperlich aktiv und wir hatten meistens nach dem Mittagessen schlicht weg freie Zeit.

Einschulung

Der Ernst des Lebens begann für uns mit der Einschulung.

Nun werfen zwei Artikel im Weser Kurier einen Blick auf die Kindheit, der eines scheinbar deutlich macht.

Für diverse Kinder beginnt der Ernst des Lebens schon vor der Schule, denn Sie entwickeln Verhaltensauffälligkeiten, sind übergewichtig oder haben Sprachprobleme.

Fahrrad fahren ist eine Möglichkeit, sich als Kind zu bewegenWer im Bekanntenkreis Lehrer oder Lehrerinnen hat, der weiß vermutlich, dass Schule zunehmend die Verantwortung übertragen bekommt, diese Entwicklungen auf zu fangen.

Doch kann Schule das leisten? Und ist dies wirklich die Aufgabe von Schule?

Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern

Wenn Kinder verhaltensoriginell sind, dann sind die Ursachen vielfältig und es ist auch nicht immer angezeigt, dass direkt von außen eingegriffen werden muss.

Wer pädagogisches Fachwissen hat, weiss, dass Schule nur im Sinne der Kinder aktiv werden kann, wenn die Eltern ihre Verantwortung übernehmen.

Erster Ansprechpartner auf fachlicher Ebene sollte bei notwendiger Unterstützung das Jugendamt sein.

Durch die zunehmende Zahl von Sozialarbeitern an Schulen ist aus meiner Sicht zu beobachten, dass das Jugendamt von Schulen seltener bis gar nicht eingebunden wird. Dadurch bleibt die Verantwortung bei der Schule und Eltern werden in ihrer mangelnden Verantwortungsübernahme bestärkt.

Übergewicht bei Kindern

Dasselbe gilt natürlich für die Ernährung von Kindern. Wenn Eltern die wenigen Impulse, die Schule bzgl. Ernährung setzen kann, nicht mitbekommen oder aufnehmen, werden Kinder ihre Ernährung kaum ändern.

Spracherwerb bei Kindern

Auch für den Spracherwerb liegt die Hauptverantwortung bei den Eltern. Dies gilt nachvollziehbar besonders für die Zeit vor der Einschulung.

Mangelnde Bewegung und Ansprache von außen

Kinder brauchen in den ersten Jahren Erfahrungen aus der eigenen Bewegung und dem Zwiegespräch mit den Eltern. Der frühzeitige Zugang zu Endgeräten wie Fernseher, Playstation, X-Box, Notebook, Tablet und Smartphone fördert weder Bewegung noch das Zwiegespräch.

Fazit

Heute ist eine Tendenz zu beobachten, Eltern, die ihre Aufgaben zu wenig wahrnehmen, aus der Verantwortung zu lassen. Die Folgen sind für die betroffenen Kinder und ihre Lebensgestaltung fatal.

Die Entwicklungen in unserer Gesellschaft sind nicht mehr kindgerecht. Darüber klärt z. B. Herbert Renz Polster in seinem Buch Menschenkinder - Artgerechte Erziehung – was unser Nachwuchs wirklich braucht auf.