SW Werder Bremen - Mainz 05 - Geste von Djilobodji

Erstellt von Michael Ueberschaer am 21.03.2016, 14:13

 

Gewaltverhalten ist:

  • der tätliche Angriff einer Person durch Schubsen, Treten, Schlagen und andere Formen der körperlichen Beeinträchtigung
  • die Androhung eines solchen Verhaltens

Die Entscheidung des Spielers, die Geste des Kopf Abschneidens zu machen, ist eine Entscheidung für Gewaltverhalten.

Verhamlosung im Nachhinein

Der öffentliche Umgang in den Medien und in Kommentaren zeigt wie weit verbreitet es ist, ein solches Gewaltverhalten im Nachhinein situationsbezogen zu relativieren 


YOUTUBE[3]

Versuche der Umdeutung

Da gibt es Kommentare im Internet zu Artikeln, in denen der Autor des Kommentars verlangt, doch zu sehen, was der Spieler von Mainz vorher gemacht hat. Der Spieler fällt nach einem eindeutigen Foul des Werder-Spielers und hält sich sein Gesicht. Angeblich verhält sich der Mainzer Spieler theatralisch und insofern ist die Geste so gemeint wie es der Spieler im Nachhinein laut Weser Kurier behauptet:

Eichin berichtete, er habe mit Djilobodji nach der Partie über diese Szene gesprochen – nachdem er die Fernsehbilder gesehen hatte. „Ich hab‘ ihm gesagt, dass das nicht geht und dass er das zu unterlassen hat“, sagte der Geschäftsführer. Djilobodji habe ihm erklärt, er habe mit seiner Geste nicht ausdrücken wollen: „Ich kill’ dich jetzt“, so Eichin: „Er hat mir das so erklärt, dass der Spieler liegen geblieben ist wegen nichts und er ihm halt signalisieren wollte: Was ist? Bist du gestorben? So in der Art.“

Selbst wenn sich der Spieler von Mainz 05 tatsächlich theatralisch verhielte, wäre dies keine Berechtigung für die Androhung von Gewaltverhalten durch Djilobodji.

Verharmlosung durch Vergleiche

Außerdem ist zu beobachten, dass in Kommentaren zu Artikeln zum Thema die gestische Androhung von Gewaltverhalten, also das Gewaltverhalten von Djilobodji, verglichen wird mit anderen Vorkommnissen in Bundesligaspielen.

  • Da wird ein Spieler brutal gefoult und erhält nicht einmal eine gelbe Karte

Auf welche Weise eine Person Gewaltverhalten zeigt, ändert nichts an dem Umstand, dass diese Person Gewaltverhalten zeigt.

Selbst das Opfer relativiert

Wie im Artikel bei bild.de zu lesen, relativiert der Spieler von Mainz 05 das Verhalten des Werder-Spielers scheinbar und erklärt dieses somit für normal.

„Opfer“ De Blasis verteidigt Djilobodji nach Abpfiff: „Kein Problem, das passiert im Spiel.“

Der Spieler Djilobodji zeigt Gewaltverhalten

Durch seine Entscheidung, im Blickkontakt mit dem Gegenspieler De Blasis von Mainz 05, die Geste zu machen, verhält sich  Djilobodji eindeutig gewalttätig.

 


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