SELBTwahrnehmung und SelbstWAHRNEHMUNG

Erstellt von Michael Ueberschaer am 15.04.2016, 13:54

 

SelbstwahrnehmungErfahrung mit Selbstwahrnehmung?

Während meiner Tätigkeit als Gewaltberater, Berater und Paarberater konnte ich oft beobachten, dass Schwierigkeiten in Beziehungen auch Raum bekommen, weil die beteiligten Personen sich selbst nicht wahrnehmen. Aus diesem Grund ist mir die Kategorie Selbstwahrnehmung wichtig.

Je besser es uns gelingt, uns selbst wahr zu nehmen, desto eher kann uns die Kommunikation mit unseren Mitmenschen gelingen, desto eher können wir innerhalb unserer Beziehungen Zufriedenheit erlangen.

Selbstwahrnehmung ist in doppelter Hinsicht nützlich und erforderlich

Wahrnehmung von Gefühlen

Zum einen sind wir im Kontakt mit unseren Mitmenschen mit angenehmen und unangenehmen Gefühlen konfrontiert. Sich selbst wahr zu nehmen bedeutet, die eigenen Gefühle wahr zu nehmen.


In unserer Gesellschaft werden unangenehme Gefühle von den meisten Mitmenschen bewertet und zwar negativ. Gefühle, die negativ sind, dürfen wir nicht haben, so ist die Logik.

Dabei sollten Sie daran denken, dass dies eine sehr individuelle Komponente hat.

So kann es sein, dass der eine Mitmensch das Gefühl Traurigkeit negativ bewertet, während der andere Mitmensch das Gefühl positiv bewertet.

Individueller Umgang mit Gefühlen

Bei der Selbstwahrnehmung kommt es also zunächst einmal darauf an, wie wir mit unseren Gefühlen umgehen. Weit verbreitet ist die Bewertung von Gefühlen. Die Folge ist, dass wir Mechanismen in Gang setzen, dass jeweilige unangenehme Gefühl aktiv zu beseitigen.

Wahrnehmung von Grenzen und Wünschen

Zum anderen ist Selbstwahrnehmung auch, unsere Grenzen zu setzen und unsere Wünsche mitzuteilen. Wenn wir dies nicht machen, können unsere Mitmenschen nicht wissen, welche Grenzen und welche Wünsche wir haben.

Entwicklungen in unserer Gesellschaft führen zunehmend dazu, dass es vermeintlich nicht schick ist, die eigenen Grenzen auf zu zeigen. Das hat meines Erachtens auch zur Folge, dass Mitmenschen zunehmend Schwierigkeiten haben, mit Grenzsetzungen umzugehen. 

Fazit

Obwohl es von elementarer Bedeutung für die eigene Lebensgestaltung ist, verweigern sich viele Mitmenschen der Wahrnehmung Ihrer Gefühle und damit Ihrer selbst. Grundlage unserer Handlungen sind Gefühle. Wenn wir diese nicht merken bzw. aktiv beseitigen, bekommen wir Schwierigkeiten, in Handlung zu kommen.
 


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