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Rudi Rhode - Wenn Nervensägen an unseren Nerven sägen - Buch-Review

Erstellt von Michael Ueberschaer am 27.10.2016, 13:30

 

Wir alle kennen das.

Supermärkte positionieren insbesondere Süßigkeiten gerne im Bereich der Kassen.

Konflikte mit Kindern, die etwas Süßes haben wollen, sind vorprogrammiert. Kinder wollen Ihre Bedürfnisse durchsetzen, denen nicht immer entsprochen werden kann.

Daraus resultierende Konflikte mit Kindern und Jugendlichen zu lösen, bedarf auf der einen Seite einer gewissen Gelassenheit.

Das Buch Wenn Nervensägen an unseren Nerven sägen* widmet sich der Lösung von Konflikten mit Kindern und Jugendlichen

Ich habe das Buch gelesen und stelle es nun vor.
 


Das Buch ist 2006 erschienen und in der Einleitung wird schnell deutlich, worum es im Buch gehen wird.

»Mama, ich will fernsehen!« Die angesprochene Mutter ist genervt und hat Angst vor einem langen und nervenaufreibenden Konflikt mit ihrem trotzigen Sohn. Also entgegnet sie: »Nein, Sven, eigentlich hatten wir vereinbart, dass es heute kein Fernsehen gibt.« Ihre Grenzziehung ist halbherzig und gibt dem Sprössling durch die Verwendung des Wortes »eigentlich« zu verstehen: »Die Grenze steht zur Verhandlung.«

Dieses Zitat aus der Einleitung führt uns eine mögliche Situation vor und verweist auf die mangelnde Klarheit bei der Mutter. Im Buch geht es also um Ihre innere Haltung und Klarheit im Kontakt mit Kindern und Jugendlichen.

Inhalt

Das Buch beinhaltet 3 Kapitel.

1. Grenzen - Regeln - Konsequenzen

Der Autor weist darauf hin, das die Grundlage aller Grenzsetzungen die Wertschätzung des Gegenüber sein sollte.

Abwertungen und Beleidigungen sind tabu.

Zur Erleichterung für Eltern und Pädagogen können aus Grenzen Regeln abgeleitet werden.

Regeln brauchen Konsequenzen. Wichtig ist, dass die Konsequenzen durchdacht sind.

2. Das KEB-Modell: Techniken

Mentale Techniken

Das Vermeiden von Konflikt-Nebenschauplätzen, Eskalationen und Motivverschiebungen ist möglich.

Verbale Techniken

Diskussionen können durch variantenreiches Wiederholen vermieden werden.

Körpersprachliche Techniken

Die Verkörperung von Regeln wird durch eine gelassene Präsenz effektiver.

3. Das KEB-Modell: Die Strategie

Freundliche Bestimmtheit

Die Technik des variantenreichen Wiederholens braucht innere Ruhe und Wissen über die Strategien des Gegenüber.

Der Ausstieg aus einem Konflikt gefährdet Ihre natürliche Autorität. Eigene Konfliktgewohnheiten sind veränderbar.

Energische Bestimmtheit

Kein Bitten mehr , sondern eindeutige Aufforderungen. Weiterhin werden variantenreiche Wiederholungen eingesetzt.

Befehle sind selten hilfreich. Die Verantwortung bei Ihren Kindern (Jugendlichen) oder Betreuten lassen.

Die Konsequenzebene

Das Ausmaß eines Konflikts sollte deutlich gemacht werden. Führung durch das Anbieten von Verhaltensoptionen behalten.

Abstand von der konfliktträchtigen Situation kann hilfreich sein. Konsequenzen müssen wie angekündigt folgen, wenn Regelverstöße nicht ausbleiben.

Die Umsetzung von Konsequenzen sorgt für Verbindlichkeit.

Viele Wege führen zum Ziel

Eine Deeskalation kann durch Wertschätzung erreicht werden. Angedrohte Konsequenzen sollten angemessen sein.

Für die Lösung von Konflikten sollten Konsequenzen als letzte Möglichkeit genutzt werden.

Über den Kopf in den Bauch

Die Nutzung der gegebenen Empfehlungen ist ein Lernprozess.
 

Zielgruppe

  • Eltern, die sich in Konflikten mit ihren Kindern (Jugendlichen) gelassener und klarer verhalten möchten und dadurch zur Konfliktlösung beitragen möchten.
  • Pädagogen, die regelmäßig mit Konflikten umgehen müssen

Fazit

Konflikte sind generell nicht zu vermeiden. Wir werden als Vater oder Mutter oder als Pädagoge nicht gefragt, ob wir einen Konflikt möchten.

Der Autor Rudi Rhode* macht anhand vieler Beispiele deutlich, dass Kinder und Jugendliche mit ihrem Verhalten nicht immer provozieren wollen.

Anhand zahlreicher Beispiele aus dem Alltag von Eltern und Pädagogen gibt das Buch Anleitungen und Instrumente an die Hand. Mit diesen können Sie Konflikte reflektierter und klarer steuern.

Mir gefällt das Buch gut, da es dazu anregt, das eigene Konfliktverhalten zu hinterfragen und Wege aufzeigt, wie wir Veränderungen erreichen können.