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Mobbing in der Ehe - Mobbing in der Partnerschaft?

Erstellt von Michael Ueberschaer am 02.05.2016, 14:00

 

"Wer eine Beziehung eingeht, muß danach darauf achten, daß die Beziehung nicht eingeht" (Sarah Razak)

Kontakt in der Ehe oder Partnerschaft

Ich möchte im folgenden darauf eingehen, dass der Begriff Mobbing inzwischen auch bezogen auf Ehe und Partnerschaft Einzug in öffentliche Beiträge gehalten hat.

Im Artikel Ehe und Partnerschaft in einer Gesellschaft der Grenzenlosigkeit habe ich bereits auf die Folgen gesellschaftlicher Entwicklungen auf Partnerschaft und Ehe hingewiesen. Im folgenden möchte ich auch meine dortigen Ausführungen weiter führen.

Gefährdung der Basis

Wertschätzender Kontakt in einer Partnerschaft oder Ehe ist die Säule einer tragfähigen Beziehung.

Sie sind der oder die Agierende

Wenn Sie im Laufe Ihrer Ehe oder Partnerschaft Ihre Partnerin oder Ihren Partner regelmäßig kritisieren, die Art und Weise, wie Sie oder Er an Aufgaben herangeht, wie Sie oder Er aussieht, oder Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner mit Missachtung begegnen, dann nehmen Sie Ihrer Ehe oder Partnerschaft die grundlegende Basis.

Sie sind die oder der Betroffene

Wenn Sie mit dem benannten Verhalten innerhalb Ihrer Ehe oder Partnerschaft konfrontiert sind, dann erleben Sie jedes Mal eine Grenzverletzung durch Ihren Partner oder Ihre Partnerin. Grundsätzlich stellt sich dann die Frage nach der Basis Ihrer Beziehung.

Mobbing in der Ehe? Mobbing in der Partnerschaft?Mobbing in der Ehe, Mobbing in der Partnerschaft?

Ist das Mobbing? (kleiner Exkurs)

Der Begriff Mobbing kommt aus der Arbeitswelt. Ziel des Agierenden oder der Agierenden ist scheinbar im Berufsleben, eine Kollegin oder einen Kollegen aus dem jeweiligen Betrieb zu drängen.

Dies kann naturgemäß in einer Ehe oder Partnerschaft nicht der Sinn und Zweck sein. Grundsätzlich ist es für mich so, dass jedes Handeln eines Erwachsenen auch einem Zweck dient. Ich bin mir auch recht sicher, dass die Motive bei jedem einzelnen Agierenden sehr individuell sind, wenn es auch Parallelen geben kann.

Insofern halte ich den Begriff Mobbing im Zusammenhang mit Ehe und Partnerschaft für nicht passend und wenig hilfreich.

Sich selbst wahrnehmen

Und nun zurück zum eigentlichen Thema.

Ich habe im Einführungsartikel zur Selbstwahrnehmung darauf hingewiesen, dass für unsere Lebensgestaltung die Wahrnehmung unserer eigenen Gefühle enorm wichtig ist.

Wenn Sie regelmäßig von Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin abgewertet werden oder auf andere Weise in Frage gestellt werden, dann sollten Sie sich auch mit Ihrer Selbstwahrnehmung beschäftigen.

Ihre Grenzen setzen

Die regelmäßigen Grenzverletzungen und die damit verbundenen Phänomene lösen bei Ihnen sicher eine Menge Gefühle aus. Wenn Sie diese merken, sollten Sie in der Lage sein, Ihre Grenze zu setzen. Sie könnten dann z.B. zu Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin sagen:

Ich möchte nicht, dass Du mich beleidigst

oder

Ich bin durch dein Verhalten gekränkt

Dies setzt natürlich voraus, dass Sie nicht zusätzlich mit Gewaltverhalten Ihres Partners oder Ihrer Partnerin konfrontiert sind. Dann müssten Sie bei Ihrer Grenzsetzung mit erneuten körperlichen Übergriffen rechnen. Bedenken Sie dabei bitte, dass ich Gewaltverhalten eindeutig definiert habe. 

Fazit

Als Betroffene oder Betroffener werden Ihre Grenzen regelmäßig überschritten. Die damit verbundenen Gefühle dürfen Sie wahrnehmen. Und Sie dürfen Ihre Grenzen setzen. Sie dürfen Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin gegenüber formulieren, welches Verhalten Sie sich wünschen.

Schreiben Sie gerne Ihre Kommentare und berichten Sie über Erfahrungen.