Kinder, Zähne, Zahngesundheit und Ernährung

Eltern dürfen ihre Kinder nicht nur erziehen, sondern haben auch eine Fürsorgepflicht ihren Kindern gegenüber.

Dazu gehört auch der Blick auf die Zahnhygiene zur Erhaltung der Zahngesundheit von Kindern.

Da diese scheinbar bei einem Drittel der untersuchten Erstklässler nicht gegeben ist, sind entsprechende Stellen alarmiert.

Auch Schulen sollen es richten

Zunächst einmal war ich überrascht, welche Bemühungen in Bremen angestrengt werden, um die Zahngesundheit bei Kindern zu verbessern bzw. aufrecht zu erhalten.

Da werden Prophylaxefachkräfte scheinbar an Schulen und KITAS eingesetzt.

In Zukunft soll es in Bremen eine Teilnahmepflicht an zahnärztlichen Untersuchungen geben. Und die Schulen, an denen viele Kinder durch mangelnde Zahngesundheit auffallen, sollen ihre Bemühungen genauso wie KITAS verstärken.

Fürsorgepflicht der Eltern?

Doch wo bleibt die Verantwortung der Eltern?

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Es ist das eine, den eigenen Kindern das regelmäßige Putzen morgens und abends zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen. Das andere ist, dass Karies an eine mangelhafte bzw. problematische Ernährung gebunden ist.

Ich frage mich, wie Bemühungen an Schulen und KITAS hier für eine nachhaltige Veränderung sorgen sollen, wenn die Eltern diesen Bemühungen nicht folgen. Hier steht entsprechend die Frage im Raum , ob die Eltern betroffener Kinder ihre Verantwortung nicht übernehmen wollen oder können.

Schulen sind nicht das Jugendamt

Es ist in den letzten Jahren zu beobachten, dass Aufgaben der Jugendhilfe zunehmend in die Schulen verlagert werden. Doch auch die mangelnde Verantwortungsübernahme hinsichtlich der Ernährung der eigenen Kinder ist ein klassisches Thema für die Jugendhilfe.

Karies entsteht keinesfalls über Nacht, sondern die Entstehung setzt voraus, dass regelmäßig über einen längeren Zeitraum zuckerhaltige Nahrungsmittel eine Rolle bei der ‚Ernährung‘ spielen. Regelmäßige gesundheitliche Kontrollen eignen sich dafür, Karies zu entdecken. Entscheidend ist dann aber, ob die Erkenntnisse im Sinne des jeweiligen Kindswohls auch konsequent weiter verfolgt werden.

Nun könnte man sagen, „Gesunde Zähne sind nicht so entscheidend für das Wohl eines Kindes“. Wie bereits gesagt steigt das Risiko erkrankter Zähne bei einseitige Ernährung. Das bedeutet, dass mangelnde Zahngesundheit letztlich nur ein Symptom sein kann.

Fazit

Es ist nicht der richtige Weg, Schulen oder KITAS , die oft schon zusätzlichen Herausforderungen ausgesetzt sind, ständig neue Aufgaben zu übertragen.

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Es ist auch nicht der richtige Weg, mangelnder Verantwortungsübernahme mit Übernahme dieser Verantwortung zu begegnen. Mit der Entscheidung für Kinder geht Verantwortung einher.

Der eingeschlagene Weg suggeriert leider dem ein oder anderen etwas anderes.

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