Kinder und Smartphones – Ich schließe mich gerne an

Vorab möchte ich festhalten, dass ich selbst ein Smartphone besitze.

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Und genau aus diesem Grund möchte ich einen Artikel aufgreifen, der nicht die Worte eines vermeintlich technologie-feindlichen Mitmenschen beinhaltet, sondern eines Mitmenschen, der im Bereich Digitalisierung beruflich verortet ist.

In den letzten Jahren ist die Professionalität im pädagogischen Bereich zunehmend aufgegeben worden. Die Gründe bedürften einer umfassenden Analyse, die ich an dieser Stelle allerdings nicht durchführen möchte.

Wenn wir uns kritisch mit unserem Medienkonsum beschäftigen, werden wir zu Ergebnissen gelangen, die sich auf unsere Haltung zum Medienkonsum von Kindern auswirken sollten.

Angebot von Smartphones und Nachfrage nach Smartphones

Es ist doch so.

Wenn jeder Erwachsene, der ein Smartphone nutzen möchte, sich ein Smartphone kauft, sind alle Erwachsenen zu einem gewissen Zeitpunkt mit mindestens einem Smartphone versorgt.

Kluge Köpfe haben entdeckt, dass Erwachsene nur noch Geld für ein neues Smartphone ausgeben, wenn ständig neue Geräte mit neuen mehr oder weniger wichtigen Features auf den Markt kommen oder wenn Kinder ein eigenes Smartphone haben ‚müssen‘ oder ‚wollen‘.

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Kinder sind die neuen ‚Kunden‘

Inzwischen ist der soziale Zwang so groß, dass Eltern enorme Schwierigkeiten haben, ihren Kindern bis zu einem gesunden Alter Smartphones vor zu enthalten.

Schulen sind Teil dieses Zwang erzeugenden Systems, indem sie Lerninhalte und Informationen per WhatsApp-Gruppe verbreiten. Die sogenannten Per-Groups tragen ihren Teil dazu bei, dass Kinder den Wunsch entwickeln, mit einem Smartphone ‚teil zu haben‘.

Bildung ist digital, heißt es immer wieder. Interessenvertreter erzeugen Druck, indem sie den frühen Umgang mit digitalen Medien fordern; dies auch mit dem Hinweis auf mangelnde Fachkräfte im Bereich IT und Internet.

Ausverkauf der Pädagogik

Entwicklungspsychologie als Teildisziplin der Pädagogik spielt bei Überlegungen zur Bildung kaum noch eine Rolle. Umso bedeutender sind die Aussagen im Artikel, die deutliche Hinweise darauf geben, dass die Nutzung von Smartphones für Kinder einen Tunnel verursacht.

Pädagogik ist heute mehr denn je eine Disziplin, die sich den Bewertungen fachfremder Mitmenschen ausgesetzt sieht. Der Grund hierfür ist auch, dass die Verantwortlichen im Bereich Bildung z.B. die Qualifikation von Lehrern abwerten, indem sie ungelernte Mitmenschen unterrichten lassen.

Das Signal ist eindeutig. Pädagogik und Unterricht kann jeder. Also reicht es z.B., dass ein Hauptschullehrer 6 Wochen lang einige Kurse besucht, um dann inklusiv zu unterrichten. Die Denke ist heute auch, dass jemand, der sich in einem Fach gut auskennt, dieses automatisch auch gut vermitteln kann.

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Niemand käme auf die Idee, einen Pädagogen an eine Drechselmaschine zu stellen oder Schiffe bauen zu lassen oder ein Computer-Netzwerk erstellen zu lassen. Für die Kinder sind die Folgen fatal. Dies ist dem Artikel deutlich zu entnehmen. Leider sind Eltern heute weniger bei sich als noch vor 20 Jahren. Der Einfluß von außen hat durch gezielte Angstmache enorm zugenommen. Klares Denken und Handeln im Sinne einer unbeschwerten Kindheit ist heute schwer.

Wichtiger Appell für die Kindheit

Deshalb schließe ich mich dem Appell im Artikel gerne an. Lassen Sie sich als Eltern nicht ins Boxhorn jagen.

Kinder verlieren nicht ihre Möglichkeiten zur späteren Nutzung digitaler Medien, wenn sie diese erst ab dem 10 – 12. Lebensjahr kennen lernen. Die Nutzung moderner Medien im Alltag und Beruf ist kein Hexenwerk.

Lassen Sie Ihre Kinder nicht zu passiven Nutzern dieser Medien werden, die nicht in der Lage sind, diese mit Bedacht und zielgerichtet zu nutzen.

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