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Kinder und Gesundheit

Erstellt von Michael Ueberschaer am 12.11.2017, 16:10

 

Wer mit offenen Augen durch den Alltag geht, der trifft nicht nur auf übergewichtige Kinder. Nein, der trifft zunehmend auf immer jüngere Kinder, die ein Smartphone besitzen.

Was hat das aber mit dem Artikel bei der Zeit zum Thema Kindergesundheit zu tun?

Im Artikel wird festgestellt, dass bei Kindern die motorischen Defizite zunehmen. Für jemanden, der Kinder unterrichtet oder z.B. als Krankengymnast Kinder behandelt, ist es hingegen nichts neues, dass die körperliche Gesundheit von Kindern abnimmt.

Lust auf Bewegung

Frau M. Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, fordert Eltern auf, ihren Kindern die Lust an der Bewegung zu vermitteln.

Diese Forderung ist extrem absurd, denn Eltern nehmen ihren Kindern die Option auf Bewegung, wenn sie ihnen frühzeitig den Zugang zur sogenannten virtuellen Welt ermöglichen. Es hält sich noch immer hartnäckig der Ruf nach früher Heranführung an den digitalen Aspekt unserer Gesellschaft.

Kinder können allerdings nicht absehen, welche Folgen der Konsum von Smartphone, Table und Notebook auf lange Sicht gesehen für sie haben werden. Es geht nicht darum, Kinder zur Bewegung anzuhalten.

Zugang zur virtuellen Welt

Eltern sind gut beraten, sich zu überlegen, ob sie es für angemessen halten, dass ihre Kinder mit 6, 7, 8, 9, 10, 11,12 oder später Zugang zu diesen Geräten erhalten. Und es geht nicht nur um diese Geräte. Auch Playstation oder X-Box sollten nicht den Alltag ihrer Kinder bestimmen.

Es geht darum, den frühzeitigen Zugang zu Konsum-Geräten, die passive Zerstreuung bieten, zu hinterfragen und als Eltern wieder die Verantwortung zu übernehmen. Kinder verlieren frühzeitig Optionen für die eigene Lebensgestaltung, wenn sie Geräte zu früh konsumieren.

Bewegung im Raum

Es ist Teil unserer Realität, dass wir uns im dreidimensionalen Raum bewegen. Doch die Fähigkeiten dazu eignen wir uns durch Übung an. Wenn Kinder eine Treppe hinauf krabbeln, füllen sie ihre Speicher im Gehirn und lernen dabei, sich sicher in ihrer Umgebung zu bewegen. Kinder lernen dies nicht, wenn sie passiv irgendwo herum sitzen; ob vor dem Fernseher oder mit dem Smartphone in der Hand.

Schulsport ist wichtig

Absurd ist auch die Behauptung, 2-3 Stunden Schulsport würden nicht ausreichen. Wahr ist, dass viele Schulen regelmäßigen Sportunterricht gar nicht gewährleisten. Darüber hinaus sind Schüler heute in fachlich fragwürdigen Ganztagsschulen gefangen, in denen sie lediglich verwaltet werden. Die Teilnahme an externem Sport in Vereinen wird dadurch für viele Kinder nicht einfacher.

Fazit

Eltern sind Eltern unter alles andere als leichten Bedingungen. Umso mehr ist es ratsam, sich dieser Bedingungen bewusst zu sein und Antworten darauf zu finden, was sie sich als Eltern für ihre Kinder tatsächlich wünschen.

Der digitale Aspekt in unserer Gesellschaft wird derzeit künstlich erhöht. Damit wird Stimmung gemacht.