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Kinder schlafen nicht durch - Schlafmittel als Lösung?

Erstellt von Michael Ueberschaer am 12.01.2017, 08:50

 

Ich bin nun mit einem Phänomen konfrontiert worden, welches ich dazu nutzen möchte, zweierlei zu tun:

1. Ich möchte Ihnen verdeutlichen, dass Phänomene Unterphänomene beinhalten

2. Ich möchte mich mit dem Phänomen und seinen Unterphänomenen beschäftigen

Scheinbar zeichnet sich ein neuer Trend unter Eltern ab, wie man mit Kindern, die nicht schlafen oder durchschlafen, umgehen kann.

Die Lösung soll sein: Schlafmittel oder Beruhigungsmittel

Wenn man den Aussagen von Familientherapeuten und anderen qualifizierten Mitmenschen Glauben schenken darf, dann entscheiden sich Eltern vermehrt, ihren Kindern Schlafmittel oder Beruhigungsmittel zu geben.

Anfang dieser Woche wurde ich mit diesem Phänomen durch Berichte im TV konfrontiert.

Eltern geben Kindern Schlafmittel

Ich kann sagen, dass ich aufgrund des Phänomens sprachlos und fassungslos bin. Über die Gründe, die Eltern haben können, möchte ich hier nicht spekulieren, denn dies machen andere im Internet bereits.

Unterphänomen - Buch zur Kindererziehung

Ein Unterphänomen ist für mich, dass ich vor einigen Wochen ein Buch gelesen habe und hier auf meinem Blog auch besprochen habe. In dem Buch Menschenkinder - Artgerechte Erziehung - was unser Nachwuchs wirklich braucht geht es auch um das Schlafverhalten von Kindern.

Dass ich mich mit dem Thema erst vor kurzem anhand eines Buches näher beschäftigt habe, macht mich traurig. Wie Sie erkennen können, bin ich aufgrund der Berichte über Eltern nicht nur mit einem Phänomen, sondern auch mit einem Unterphänomen beschäftigt.

Beide verursachen bei mir unangenehme Gefühle. Und in der Tat ist die Versuchung groß, über die Beweggründe von Eltern, Schlafmittel zu verabreichen, zu spekulieren.

Das möchte ich wie bereits gesagt nicht tun, sondern auf folgendes hinweisen.

Kinder sind keine Maschinen

In unserer Leistungsgesellschaft sind Kinder heute leider oft nur ein Teil einer Bedürfnislage. Das bedeutet, dass sie sich anderen Bedürfnissen der Eltern unterordnen sollen oder müssen.

Weiterhin ist die Erziehung von Kindern heute ab der ersten Stunde oft in die Zukunft gerichtet (Stichwort Beruflicher Erfolg). Erziehung ist damit nicht auf die gegenwärtige Bedürfnislage der Kinder ausgerichtet. 

Kinder werden dazu oft Teil eines Programms und es kann passieren, dass sie somit kaum eine Rolle spielen.

Je mehr sich Eltern in bestimmte Rollen gedrängt erleben, desto eher werden sie dazu neigen, ihren Kindern Raum für die eigene Entwicklung nicht zu gewähren.

Ich rate werdenden Eltern und Eltern von kleinen Kindern, sich dies zu vergegenwärtigen. Dabei kann auch das bereits von mir erwähnte Buch behilflich sein.

Fazit

Kinder haben ihr eigenes Lerntempo auch bezogen auf die Bereitschaft und Fähigkeit, durch zu schlafen. Kinder sind Lebewesen, die Zeit und Fürsorge benötigen. 

Wenn Eltern sich dies wieder bewusst machen, kommen sie wohl kaum auf die Idee, ihrem Nachwuchs Schlaf- oder Beruhigungsmittel zu verabreichen.