Jungen benötigen die Anwesenheit ihrer Väter

Erstellt von Michael Ueberschaer am 20.02.2017, 12:11

 

Während Mädchen Weiblichkeit in unterschiedlichen Facetten beobachten und erleben können, sind viele Jungen bezogen auf Männlichkeit  auf sich allein gestellt.

Im folgenden möchte ich diesen Umstand etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Jungensozialisation - Jungen orientieren sich an Männern


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Das ist logisch.

Jungen erkennen recht schnell, ca. mit 2 Jahren, dass sie nicht nur nicht Teil ihrer Mutter sind, sondern auch nicht weiblich sind. Die eigene Mutter kann somit kein Vorbild für das eigene Erleben und Verhalten sein.

Junge, Mutter, Vater

Jungen und Gefühle

Wenn die Eltern und der Junge zusammen leben, dann ist der Vater eines Jungen verfügbar. Das ist grundsätzlich die Voraussetzung dafür, dass sich ein Junge am eigenen Vater orientieren kann und dies entsprechend auch tun wird.

Neben den Erfahrungen mit der eigenen Mutter wird ein Junge dann Erfahrungen mit dem eigenen Vater machen.

Körperliche Nähe?

Wenn Jungen auch körperlichen Kontakt zu ihrem Vater erleben, erfahren sie, dass dies Teil von Männlichkeit ist. Andernfalls erfahren Jungen das Gegenteil.

Gefühle als Aspekt von Mann sein

Ebenso wichtig ist das Erleben des eigenen Vaters mit seinen Gefühlen. Wie zeigt sich der eigene Vater mit seinen Gefühlen? Zeigt der eigene Vater überhaupt Gefühle und welche sind im Kontakt mit dem eigenen Vater erlebbar?

Darf ein Junge die komplette Palette der angenehmen und unangenehmen Gefühle erleben und wird er darin von Vater und Mutter bestärkt?

Anwesenheit des Vaters

Ist der Vater tatsächlich anwesend? Nimmt er Teil am Alltag des eigenen Sohnes? Interessiert er sich für die Probleme und Bedarfe des Sohnes?

Eigene Gefühle werden erlebt

Wenn all dies der Fall ist, dann kann dieser Junge später als erwachsener Mann eher auf seine eigenen Gefühle zurück greifen.

Da wir unsere Kontakte auf dem Hintergrund unserer eigenen Gefühle gestalten, ist dieser Mann höchstwahrscheinlich eher in der Lage Kontakt herzustellen und somit Beziehung zu gestalten. Die Realität für Jungen geht anders

Natürlich wird es Jungen geben, die unter diesen Idealbedingungen aufwachsen. Für die Mehrheit der Jungen gilt dies leider nicht.

Jungensozialisation von Jungen im Mangel

Die Mehrheit der Jungen ist mit einem der folgenden Umstände konfrontiert:
 

  • Der Vater ist unbekannt
  • Der Vater geht vor der Geburt
  • Der Vater geht kurz nach der Geburt
  • Der Vater geht nach einigen Monaten oder im ersten Jahr
  • Der Vater arbeitet viel, ist kaum anwesend
  • Der Vater lebt seine eigenen Gefühle nicht

Welche Folgen dies hat, erfahren Sie im nächsten Artikel zur Jungensozialisation.


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