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Ist die Inklusion eine Falle?

Erstellt von Michael Ueberschaer am 23.05.2016, 09:15

 

Gemeinsames Lernen in der InklusionDie Überschrift des Artikels bei correctiv.org beinhaltet die Aussage, dass die Inklusion eine Falle ist.

Beim weiteren Lesen des Artikels wird schnell klar, dass der Titel mindestens unglücklich gewählt ist. Im Artikel beschreibt die Autorin die Rahmenbedingungen in unterschiedlichen Schulen, die inklusiv unterrichten sollen.

Die Berichte aus dem Alltag, den die Autorin miterlebt hat, sind tatsächlich erschütternd und das, was dort in den Schulen stattfindet, hat mit dem tatsächlichen Modell der Inklusion nichts zu tun.

Betroffen sind Schüler, Lehrer und Eltern


Durch die unfassbar rudimentäre Umsetzung der Inklusion geraten Schüler, Lehrer und Eltern in zusätzlich belastende Lebenssituationen. Dies wirkt sich meines Erachtens unverantwortbar auch auf die Beziehungen untereinander aus. Ich habe schon festgestellt, dass das Verhältnis aller Beteiligtem im Bildungssystem untereinander schon durch Veränderungen in der Bildungslandschaft angespannter ist.

Ausgrenzung in der Inklusion

Aus den Erfahrungen der Autorin geht nun hervor, dass Schüler mit besonderen Schwierigkeiten durch Handicaps im Unterricht nicht beachtet werden. Es ist von Förderschülern die Rede, die vom Regelschullehrer nicht unterrichtet werden. Das Unterrichten dieser Schüler sei Aufgabe der Sonderpädagogin. 

Holz als Voraussetzung für das TischlernMit Inklusion, die Gleichbehandlung vorsieht,  hat das nichts zu tun. Und es stellt sich die Frage, wie insbesondere Lehrer, die einen Anspruch an ihre eigene Arbeit formulieren, die aktuelle Situation ertragen. Man stelle sich vor, man müsse in einem Handwerk, z.B. als Tischler auf Elementares wie Holz verzichten.

Sämtliche Erkenntnisse in der Pädagogik werden heute über Bord geworfen und dies nicht nur bezüglich der Umsetzung von Inklusion. Im Artikel wird auf eine Umfrage verwiesen, in der die befragten Lehrer das Fordern was Inklusion vorsieht.

Sie fordern pro Klasse einen Regelschullehrer und einen Sonderschulpädagogen. Dies bedeutet in NRW  allein 7000 zusätzliche Stellen für Sonderpädagogen.

Doch wo sollen die alle herkommen und wer hat denn bei der aktuellen Situation Lust, Lehrer zu werden.

Es gibt heute Lehrerschaften, in denen grundsätzlich 25 - 30% krank geschrieben sind. Die Stimmung an Schulen im ganzen Lande war noch nie so schlecht wie heute.

Fazit

Mehr Schein als Sein

Machen Sie sich klar, ob als Lehrer oder Eltern, dass Inklusion derzeit gar nicht stattfindet. Sie haben es mit einer Mogelpackung zu tun.

Momentan hat dies eher zur Folge, dass Sie sich gegenseitig das Leben schwer machen. Eltern, die Lehrer vor Gericht zerren, sind da nur die Spitze des Eisberges. Und natürlich sind auch die Schülerinnen und Schüler betroffen. Und denken Sie daran; die Auswirkungen auf Sie als Eltern und als Lehrer sind fatal.

Sie als Eltern laufen Gefahr, die Inklusion miss zu verstehen und in der Folge ab zu lehnen.

Dies gilt auch für Sie als Lehrerinnen und Lehrer. Außerdem sind Sie zumindest teilweise hinter ihrer Belastungsgrenze und Sie laufen Gefahr, den Spaß an Ihrer Arbeit zu verlieren.

Die Inklusion ist nicht die Falle. Die Falle ist, dass man behauptet, es findet derzeit Inklusion in Deutschland statt. Das Gegenteil ist der Fall.