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Ist Bildung nur Schulbildung und Berufsausbildung?

Erstellt von Michael Ueberschaer am 06.05.2016, 09:00

 

Bildung ist mehr als Schulausbildung und BerufsausbildungImmer wieder wird beklagt, dass es keine Chancengleichheit im Bildungssystem gibt.

Ganz ehrlich. Ich verstehe nicht, warum es immer noch Stimmen gibt, die dies beklagen.

Denn das Bildungssystem funktioniert wunderbar. Wenn man sich klar macht, dass es einordnen und aussortieren soll.

 


In den letzten Jahren hat nach meiner Beobachtung ein Wandel bzgl. der Diskussionen rund um Bildung stattgefunden.

Bildung ist Schulbildung, Bildung ist Berufsausbildung

Aus nicht unerfindlichen Gründen wird Bildung zunehmend im Hinblick auf die Verwertbarkeit von Kindern und Jugendlichen als die Arbeitnehmer von morgen diskutiert.

Umstellungen in der Bildungspolitik waren unter anderem(ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Schulbildung

  • Englischunterricht in der Grundschule
  • Neue Medien als Teil des Lehrplans für Grundschulen
  • Ganztagsschulen
  • 12-jähriges Abitur
  • Verschulung der Schule

Hochschulbildung

  • Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge
  • Verschulung der Studiengänge
  • Einschränkung des Zugangs zu Masterstudiengängen

Berufsausbildung

  • Einführung von Trainees

Keine Chancengleichheit und wobei?

Die aufgelisteten Veränderungen haben die Situation im Bildungssystem zusätzlich verschärft. Auch vorher gab es Kritik zum Bildungssystem. Diese bezieht sich unter anderem auf das Vergleichen von Leistungen oder auf die Unterschiede zwischen den Bundesländern.

Nun haben wir in Deutschland ein Bildungssystem, das von Schülern, Eltern und Lehrern regelmäßig mehr Leistung verlangt. Dies wirkt sich unübersehbar auf die Beziehungen zwischen Kindern und Eltern, Kindern und Lehrern und Eltern und Lehrern aus.

Sie als Eltern möchten unbedingt, dass Ihre Kinder das Abitur machen.

Sie als Lehrerinnen oder Lehrer möchten Ihren Schülern möglichst viel beibringen, sind allerdings mit bemerkenswerten Lehrplänen konfrontiert.

Und die Kinder oder Schüler sitzen zwischen den Stühlen.

In einem Bildungssystem, indem selbst die begabten Schüler nur noch funktionieren sollen, kann es wohl kaum um Chancengleichkeit im eigentlichen Sinn gehen.

Jüngst wurden erneut Forderungen in die Öffentlichkeit gestreut, die den Druck weiter erhöhen. Dieser ist dazu geeignet, die Beziehungen zwischen Ihnen als Lehrer und Ihnen als Eltern weiter zu beeinträchtigen. Es ist meines Erachtens an der Zeit, die Ausrichtung des Bildungssystems auf reinen Erwerb berufsrelevanter Fertigkeiten, nämlich das Erfüllen einer bestimmten Aufgabe, zu problematisieren.

Fazit

Bildung war einmal mehr als die Vorbereitung auf die Aufgaben innerhalb eines bestimmten Berufs. Eigenverantwortlichkeit und lebenspraktischer Kompetenzerwerb sind in Deutschland einem Katalog gewichen, der die Einzigkeit der Kinder und ihr eigenes Tempo nicht mehr anerkennt.