Ihr Partner verhält sich Ihnen gegenüber unangemessen aggressiv und Ihre Selbstwahrnehmung

Erstellt von Michael Ueberschaer am 05.12.2016, 15:04

 

In dieser Artikelserie beschäftige ich mich mit Ihrer Selbstwahrnehmung hinsichtlich bestimmter Verhaltensweisen Ihres Partners oder Ihrer Partnerin.

Aggressives Verhalten kommt in Partnerschaften recht häufig vor. Ergänzend zum entsprechenden Artikel möchte ich in diesem Artikel auf Ihre Selbstwahrnehmung bei aggressivem Verhalten Ihres Partners eingehen.

Aggressives Verhalten in Ihrer Beziehung

Wenn sich Ihr Partner oder Ihre Partnerin Ihnen gegenüber oder in Ihrer Anwesenheit unangemessen aggressiv verhält, sind Sie mit einem Phänomen innerhalb Ihrer Beziehung konfrontiert.


Je öfter sich Ihr Partner oder Ihre Partnerin aggressiv verhält, desto öfter sind Sie gefordert, sich selbst wahr zu nehmen.

Das bedeutet zunächst einmal, dass Sie Ihre Gefühle merken und sich erlauben, diese zu haben.

Aggressives Verhalten durch Ihren Partner oder Ihre PartnerinWenn sich Ihre Partnerin oder Ihr Partner aggressiv verhält, könnten sich bei Ihnen folgende Gefühle einstellen (Auszug).

Sie könnten

  • ängstlich
  • überrascht
  • schockiert
  • irritiert
  • verunsichert
  • hilflos
  • erschrocken

sein.

Sämtliche Gefühle sind ausgesprochen unangenehm, sodass aggressives Verhalten seitens Ihres Partners für Sie ein unangenehmes Phänomen wird.

Die nebenstehende Infografik verdeutlicht dies.

Unangenehm kann das aggressive Verhalten für Sie auch sein, weil Sie, wie in der Infografik angedeutet, das Verhalten Ihres Partners oder Ihrer Partnerin ggf. nicht verstehen (können). Bei Ihrer Selbstwahrnehmung geht es darum, dass Sie sich Ihre Gefühle zunächst einmal erlauben. Dies ist schwierig, wenn Ihre Gefühle unangenehm sind.

In der Infografik wird mit dem grossen Pfeil auf eine oft genutzte Möglichkeit hingewiesen, eigene Gefühle zu beseitigen.

Vermeiden Sie Spekulationen

Ein mögliches Ergebnis Ihrer Spekulation könnte laut Infografik sein, dass Ihr Partner oder Ihre Partnerin Ihnen Angst machen möchte. Es handelt sich um ein mögliches Ergebnis Ihrer Spekulation.

Mit derlei Spekulationen bewegen Sie sich von sich selbst weg zu Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin. Ihre Selbstwahrnehmung erschweren Sie sich damit.

Auch wenn Sie das verhalten Ihres Partners nicht verstehen, werden Sie eventuell beginnen zu spekulieren. Dies kann auch damit zu tun haben, dass Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin verstehen möchten.

Fazit

Bei unangenehmen Gefühlen sind wir leicht versucht, zu spekulieren, um unsere Gefühle zu beseitigen. Durch Beseitigung unserer Gefühle bewegen wir uns von uns selbst weg.

Selbstwahrnehmung ist wichtig für unsere Grenzsetzungen.

Nur wenn wir unsere Gefühle merken, werden wir diese dem Verursacher mitteilen können und damit unsere Grenzen mitteilen können.


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