Ihr Partner kritisiert Sie oft vor anderen und Ihre Selbstwahrnehmung - Teil 1

Erstellt von Michael Ueberschaer am 20.09.2016, 09:05

 

Wie angekündigt möchte ich neben der Artikelserie zu Phänomenen in einer Beziehung eine begleitende Artikelserie zu Ihrer Selbstwahrnehmung liefern.

Selbstwahrnehmung ist nach meinem Verständnis eine große Herausforderung in der heutigen Zeit.

Wir werden ständig mit Phänomenen konfrontiert. Phänomene in unseren Beziehungen, und dies gilt nach meinen eigenen Erfahrungen besonders für Paarbeziehungen in Partnerschaft und Ehe, haben eine sehr große Wirkung auf unser Befinden.

Wenn die Phänomene in unserer Beziehung einen unangenehmen Charakter haben, sind wir besonders gefordert, uns selbst wahr zu nehmen.

Im folgenden Artikel versuche ich, Ihnen nahe zu bringen, was Selbstwahrnehmung bezogen auf das Phänomen bedeutet, was Sie wahrnehmen könnten und was Sie ggf. daran hindert.

In diesem Artikel gehe ich also auf das folgende Verhalten von Partnern und Partnerinnen ein.

Er oder Sie kritisiert Sie oft vor anderen


Selbstwahrnehmung - Eigene Gefühle merkenSie sind also regelmäßig oder immer wieder damit konfrontiert, dass Ihr Partner Sie kritisiert.

Im Interesse Ihrer Selbstwahrnehmung sollten Sie versuchen, in sich hinein zu gehen und zu merken, was dieses spezielle Verhalten Ihrer Partnerin oder Ihres Partners mit Ihnen macht.

Ihr Partner oder Ihre Partnerin entscheidet sich immer wieder dazu, Sie zu kritisieren.

Gefühle sollten sich einstellen

Je nachdem wie Sie derzeit aufgestellt sind, dass heißt womit Sie momentan beschäftigt sind, wie Ihre persönliche Lebenssituation ist, müssten sich verschiedene Gefühle bei Ihnen einstellen.

Momentan geht es um das Phänomen, dass Ihr Partner Sie immer wieder kritisiert.

Sie könnten aufgrund des Verhaltens Ihres Partners oder Ihrer Partnerin sein (Auszug):

  • traurig
  • gekränkt
  • irritiert
  • verwirrt
  • frustriert
  • ratlos
  • hilflos


  Es ist wichtig, dass Sie Ihre eigenen Gefühle merken.

Ihre Gefühle zu merken wird Ihnen allerdings nur gelingen, wenn Sie nicht irgendwelche Mechanismen starten, um diese zu beseitigen.

Zum Gegenüber springen ist nicht hilfreich

Ein Mechanismus, die eigenen Gefühle aktiv zu beseitigen, ist, zum Gegenüber zu springen.

Wenn Sie in Gedanken zu Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin, der oder die Sie immer wieder kritisiert, springen, bewegen Sie sich von sich selbst weg und können Ihre Gefühle nicht erleben.

Diesen Mechanismus starten wir besonders dann, wenn sich bei uns unangenehme Gefühle einstellen.

Interpretation des Verhaltens

Wenn wir nicht nur mit unangenehmen Gefühlen konfrontiert sind, sondern darüber hinaus das Verhalten des Gegenüber nicht verstehen, wird es richtig kompliziert.

Denn die meisten von uns haben den Anspruch, den Partner oder die Partnerin immer zu verstehen.

Dann beginnen wir schnell zu spekulieren und versuchen das Verhalten des Gegenüber mithilfe von Spekulation zu erklären.

Die Antwort kann hier sein:

Mein Partner oder meine Partnerin mobbt mich.

Dies ist eine These, die nicht bewiesen werden kann. Lediglich der Handelnde könnte diese bestätigen. Ich bin mir jedoch sicher, dass Ihr Partner oder Ihre Partnerin andere Motive hat, die wir nicht kennen.

Die Spekulation bringt Sie weg von sich selbst

Deshalb bin ich nicht nur skeptisch, wenn das hier besprochene Verhalten mit Mobbing gleichgesetzt wird. Nein, ich bin mir sicher, dass es Ihnen als Betroffene oder Betroffener nicht hilft.

In einem weiteren Artikel werde ich auf die Unterphänomene eingehen, mit denen Sie konfrontiert werden.

Fazit

Auch Verhalten von Partnern und Partnerinnen erzeugt bei uns Gefühle. Diese sind oft unangenehm und werden von uns oft abgewehrt.

Wenn Sie zu sich kommen möchten, um den 2. Aspekt von Selbstwahrnehmung leben zu können, sollten Sie sich Ihrer persönlichen Mechanismen bewusster werden.

Über Ihre Rückmeldungen in Kommentaren freue ich mich. Wie sind Ihre Erfahrungen?


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