Häusliche Gewalt – Gewaltkreislauf – 9. Phase Gewaltkreislauf

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Täter und Täterinnen sind für die häusliche Gewalt verantwortlich. Gleichzeitig ist der/ie Täter/in mit diversen unangenehmen Gefühlen konfrontiert. Neben Angst drängen Ohnmacht und Hilflosigkeit an die Oberfäche und möchten gelebt werden.

Doch dazu kommt es nicht.

Was Täter/innen in der 9. Phase machen, beschreibe ich in diesem Artikel der Artikelreihe zum Gewaltkreislauf.

Angst, Ohnmacht und Hilflosigkeit bereiten Probleme

Angst, Ohnmacht und Hilflosigkeit sind sehr unangenehme Gefühle, mit denen schwierig umzugehen ist.

Täter/innen sind damit überfordert. Das Erleben dieser Gefühle würde zur Folge haben, das ihr Bild von sich selbst zusammen fällt wie ein Kartenhaus.

Häusliche Gewalt – Abwehr ist die Lösung für den/die Täter/in

Das eigene Bild von sich selbst ist für Täter/innen überlebenswichtig. Deshalb setzen sie alles daran, Angst, Ohnmacht und Hilflosigkeit nicht erleben zu müssen.

Ich habe an anderer Stelle bereits auf Mechanismen wie Spekulation und Springen zum Gegenüber hingewiesen. Mit diesen Mechanismen beseitigen auch Täter/Täterinnen ihre Gefühle.

Je länger Täter/innen im Gewaltkreislauf immer wieder zuschlagen, desto ausgefeilter und persönlicher entwickeln sie ihre eigenen Mechanismen zur Beseitigung ihrer Gefühle.

Will ich nicht haben

Antriebsfeder ist in der Folge der Entschluß, Angst, Ohnmacht und Hilflosigkeit nicht haben zu wollen.

Der/ie Ehepartner/in bzw. der/ie Partner/in spielt also in der Erlebniswelt des/er Täter/in zunehmend eine geringere Rolle. Das liegt wohl auch daran, dass das Opfer mit den unangenehmen Gefühlen des/er Täters/in verbunden ist.

Opfer hilflos und ohnmächtig

Auf die Entscheidung des/er Täters/in hat das Opfer keinen Einfluß ist damit dem Weitergehen im Gewaltkreislauf ausgesetzt.

Fazit

In der 9. Phase ist der Täter/in zunehmend mit sich selbst befaßt und entfernt sich von seinem/er Partner/in.

Das Opfer muss tatenlos zusehen, wird allerdings noch mehr Anstrengungen unternehmen, um das vorhersehbare, erneute Gewaltverhalten des/er Täters/in zu verhindern.

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