Fernando Savater - Tu, was du willst - Buch-Review

Erstellt von Michael Ueberschaer am 10.11.2016, 10:41

 

Ethik und Moral sind nicht nur aufgrund globaler Entwicklungen wichtige Begriffe für die Gestaltung unseres Lebens. Dies gilt selbstverständlich im besonderen innerhalb unserer Beziehungen und Zweierbeziehungen.

Während meiner Weiterbildung zum Gewaltberater wurde mir das Buch Tu, was Du willst* von Fernando Savater* nicht nur empfohlen, sondern als Pflichtlektüre 'ans Herz gelegt'.

Ich habe das Buch gerade erneut gelesen und möchte es Ihnen deshalb nicht vorenthalten und es im folgenden besprechen.


Das Buch richtet sich zunächst einmal an Heranwachsende; heißt es doch im Untertitel 'Ethik für die Erwachsenen von morgen'.

Wenn man sich als Erwachsener allerdings mit dem eigenen Handeln auf Basis der eigenen Freiheit, Entscheidungen treffen zu können, und der damit verbundenen Verantwortung beschäftigt, ist das Buch Tu, was Du willst, meines Erachtens eine Pflichtlektüre.

Inhalt Tu, was Du willst

1. Woher die Ethik kommt

Schnell kommt der Autor zum Begriff 'Freiheit' und macht uns als Leser unmissverständlich klar, dass wir trotz aller Vorbehalte frei sind.

2. Befehle, Gewohnheiten, Launen

Fernando Savater unterscheidet unterschiedliche Antriebe für unser Handeln.

3. Tu, was Du willst

Freiheit bedeutet, sich entscheiden zu können. Dies unterscheidet uns von anderen Lebewesen.
 

4. Mach Dir ein schönes Leben

Die Freiheit zu haben, Entscheidungen zu treffen, kann nicht bedeuten, sich zu unterwerfen.

5. Wach auf, Baby!

Nur Menschen können Menschen geben, was Menschen zu Menschen macht.

6. Die Grille taucht auf

Das Gegenteil von moralisch inbezil zu sein, ist, ein Gewissen zu haben.

7. Versetz Dich in seine Lage

Unsere eigene Begegnung anderen Menschen gegenüber hat eine sehr große Bedeutung.

8. Mit Vergnügen

Sich zu vergnügen ist nicht automatisch verwerflich.

9. Allgemeine Wahlen

Die Ethik bezieht sich auf unser eigenes Handeln.

Das Buch hat mir sehr gefallen, da der Autor auf leichte und doch ernste Weise wesentliche Ideen rund um die Themen Ethik, Moral, Freiheit und Verantwortung entwickelt.
Wer Freude daran findet, sich mit seinem eigenen Tun zu beschäftigen, dem wird das Buch höchstwahrscheinlich gefallen.

Allerdings ist es meines Erachtens keine leichte Lektüre.

Ich kann das Buch empfehlen, da ich es immer wieder in unregelmäßigen Abständen mit Erkenntnisgewinn lese.


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