Scheidung einer binationalen Ehe
Wenn Sie meine Artikel zu Beziehungen gelesen haben, ist Ihnen vielleicht klar geworden, welche besonderen...
Mehr lesen
Ehevertrag und Sittenwidrigkeit
Für viele Menschen ist der Gedanke an einen Ehevertrag unromantisch, für andere gehört er jedoch als...
Mehr lesen
Aggressives Verhalten und Gefühle
Im Artikel Was haben Sie von Ihrem aggressiven Verhalten habe ich darüber geschrieben, was Sie mit aggressivem...
Mehr lesen
Eltern klagen gegen Lehrerinnen und Lehrer
Bildung ist wichtig. Immer wieder werden diese Sätze in unserer Gesellschaft in den Mund genommen, sodass...
Mehr lesen
Dauerhafte Beziehung - Was ist nötig?
Wer sich schon einmal in einer Beziehung befunden hat oder sich aktuell in einer Beziehung befindet,...
Mehr lesen
Härtefallscheidung – Wann Scheidung beschleunigen
Über die Autorin: Laura Gosemann hat Germanistik und Linguistik an der Universität Potsdam studiert...
Mehr lesen
Blog

Blog

Ehe / Partnerschaft und der Kinderwunsch

Erstellt von Michael Ueberschaer am 29.08.2016, 10:07

 

Während Frauen recht bald sehr genau wissen, ob Sie Kinder haben möchten und wenn ja wie viele, haben Männer nach meinen Erfahrungen hier oft keine klare Haltung.

Oft reagieren Männer auf die Frage, "Möchtest Du Kinder haben?" mit "Wenn es sein soll dann ja" oder mit ähnlichen Worten.

Verantwortung und Veränderungen sind enorm

Eigentlich ist dies klar.

Doch was kann passieren, wenn der Kinderwunsch bei Männern nicht eindeutig klar ist.

Was ist, wenn Männer, Ihre Haltung bzgl. Kinderwunsch nicht eindeutig ausloten?

Was ist, wenn Männer Ihre Lebensplanung vom Kinderwunsch Ihrer Partnerinnen und Ehefrauen abhängig machen?

Diesen Fragen möchte ich in einer Artikelserie, die ich mit diesem Artikel starte, nachgehen.

Konsequenzen und Folgen bleiben unklar

Die Entscheidung für Kinder beinhaltet, dass Frauen Mütter und Männer Väter werden.

Männer, die sich nicht aktiv für Kinder entscheiden, laufen Gefahr, sich mit der auf sie zukommenden Rolle als Vater nicht ausreichend im Vorfeld der Geburt ihrer Tochter oder ihres Sohnes auseinander zu setzen.

Dabei ist es besonders für Jungen und auch für Mädchen wichtig, dass ihr Vater nicht nur eine Rolle als Versorger einnimmt, sondern anwesend ist.

Nach der Geburt

Nach der Geburt verändert sich VielesDer Nachwuchs braucht Aufmerksamkeit und Zeit

Wenn Kinder auf die Welt kommen, wollen diese zunächst einmal ernährt und umsorgt werden. Diese Aufgabe übernehmen in den ersten Monaten naturgemäß die Mütter. Mütter haben im allgemeinen automatisch durch ihre Schwangerschaft eine Bindung zu ihrem Neugeborenen. dies ist entsprechend bei Männern nicht der Fall.

Nicht mehr Nummer 1

Für Männer bedeutet dies im allgemeinen, dass sie für Ihre Partnerinnen oder Ehefrauen nicht mehr die wichtigste Person sind. Nur wenn Männer dann eine klare Vorstellung davon haben, was es bedeutet, nun für ein fürsorgebedürftiges Baby verantwortlich sein zu dürfen, können Sie schnell Ihren Platz in der erweiterten Familie einnehmen.

Natürlich gibt es Männer, die Väter werden und mit der neuen Situation und dem neuen Menschen umgehen können. Sie nehmen ihre Kinder in den Arm und nehmen somit Kontakt zu ihrem Kind auf. Je mehr Sie sich als Mann mit Ihrer Rolle als Vater und den Konsequenzen im Vorfeld beschäftigen, desto eher werden Sie als Vater eine wichtige Rolle für ihr Kind einnehmen können.

Viele Männer erleben sich allerdings als ausgesperrt und im eigenen Haushalt als überflüssig. Wenn die Haltung von Männern eher dahin geht, dass dem Kinderwunsch der Partnerin oder Ehefrau nur entsprochen wird, sind Beziehungsprobleme wahrscheinlich.

Neue Rollen

Männer sollten Väter sein wollenWenn Sie plötzlich nicht mehr zu zweit sind, dann sollten die Rollen klar sein.

Oft ist es allerdings so, dass Mütter sich wünschen, dass die Väter auch nachts einmal aufstehen und sich um den Nachwuchs kümmern.
Dies ist natürlich erst dann möglich, wenn die Ernährung per Flasche Einzug gehalten hat.

Männer, die keinen eigenen Kinderwunsch formulieren können, ziehen sich oft auf Ihre Rolle als Versorger zurück und erklären ihre mangelnde Bereitschaft, sich um ihre Tochter oder ihren Sohn zu kümmern, mit einer hohen Arbeitsbelastung.

Tatsächlich ist ihnen aber nicht klar, dass sie zu 50% Elternverantwortung haben und sind mit den neuen Aufgaben überfordert oder verunsichert. Oft machen sich Männer eben im Vorfeld keine Gedanken über mögliche, zusätzliche Aufgaben, die auf sie zukommen könnten.

Fazit

Wenn Männer nicht eindeutig Kinder möchten, d.h, wenn dies nicht notwendiger Bestandteil ihrer Lebensplanung ist, bleibt ihre Bereitschaft, sich an der Erziehung zu beteiligen vage.

Umso wichtiger ist es, dass sie sich als Paar oder Ehepaar im Vorfeld über die Aufgabenverteilungen nach der Geburt ihres Kindes verständigen. Nur so versetzten sie sich als Paar in die Lage, Beziehungsprobleme in Verbindung mit ihrem Nachwuchs zu vermeiden.

Wenn Sie Ihre Erfahrungen mitteilen möchten, nutzen Sie gerne meine Kommentarfunktion.