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Digitale Bildung - Sprung nach vorn?

Erstellt von Michael Ueberschaer am 13.10.2016, 10:00

  Es ist soweit.

Das Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) springt auf, auf den Zug der digitalen Bildung. Zu verdanken haben wir dies diversen Initiativen, die sich massiv in die Bildungspolitik Deutschlands einmischen.

Nun wird es Viele geben, die sagen: Wieso, das ist doch eine gute Sache. Digitale Bildung ist wichtig und erforderlich für die neue Arbeitswelt.

Mantra der Initiativen für digitale Bildung

Genau das halten uns diverse Initiativen seit einigen Jahren vor.

 

MINT - Zukunft schaffen

https://www.mintzukunftschaffen.de

Initiative Digitale Bildung - Neu denken

http://i-dbnd.de

Initiative 21

http://www.initiatived21.de

Stifterverband

https://www.stifterverband.org/bildungsinitiative

Diese Initiativen setzen sich aus einem enormen Eigeninteresse für die Digitalisierung der Bildung ein.

Auf der Seite der MINT Initiative Premium Partner wird deutlich, woher der Wind in der Bildung weht. Argumentiert wird mit der zunehmenden Digitalisierung unseres Alltags.

Es ist schon ziemlich verrückt, dass sich die aktuelle Bildungsministeriun nun hinstellt und die Idee, Grundschulen und andere Schulen mit Computern und anderer Technik wie WLan auszustatten als ganz großen Wurf herausstellt.

Das ist doch nicht innovativ. Das bedeutet, dem Ruf bestimmter Kräfte in Deutschland nach zu kommen. Dafür will man 5 Milliarden Euro in den nächsten 5 Jahren raus tun.

5 000000000 Euro

für Computer, WLan und Breitband

Das bedeutet, dass dieses Geld an Hersteller und Dienstleister in diesem Bereich fließen soll. Na, da haben sich die oben benannten Initiativen ja richtig bezahlt gemacht, wenn diese Idee zur Umsetzung gelangt.

Zu guter Bildung im 21. Jahrhundert gehören IT-Kenntnisse?

Weiß Frau Wanka eigentlich, was IT-Kenntnisse sind?

Gute Bildung im 21. Jahrhundert soll also für alle Schüler bedeuten, zu lernen, wie ich ein Betriebssystem installiere, ein Computernetzwerk einrichte, Server aufsetze und Software programmiere?

Grundschulen mit Computern

Ist der Umgang mit einem Computer Grundwissen? Wenn es nach den Initiativen geht, dann ja.

Wenn es nach der Bildungsministerin Frau Prof. Dr. Johanna Wanka geht, dann ja.

Ich habe mich eben gefragt, wie es sein kann, dass eine Bildungsministerin sich derart positioniert.

Unsere Bildungsminsterin ist Mathematikerin

Ok.

Dann ist nachvollziehbar, dass Frau Wanka so aufgestellt ist wie sie es ist. Und ich frage mich, wie es sein kann, dass eine meines Erachtens ausgewiesene Nicht-Pädagogin Bildungsministerin in Deutschland werden konnte.

Aber das ist sicherlich ein anderes Thema bzw. eine andere Fragestellung, die ich hier nicht vertiefen möchte.

Eines ist gewiss. Die zunehmende Ausrichtung der Bildung in Deutschland auf Berufs-Ausbildung im Interesse bestimmter Wirtschaftszweige ist KEIN Zufall.

Suppe auslöffeln

Wenn die Idee zur Umsetzung gelangt, bedeutet dies wieder zusätzliche Anforderungen für Schüler, Lehrer und Eltern. Denn auf der Seite des BMBF heißt es:

Im Gegenzug sollen sich die Länder verpflichten, die entsprechenden pädagogischen Konzepte, die Aus- und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern sowie gemeinsame technische Standards umzusetzen.

Das heißt, die eigentliche Arbeit landet in den Schulen und damit an der Basis.

Na dann mal viel Spass!

Ich hoffe, dass es nicht zur Umsetzung kommt, bin diesbezüglich allerdings nicht optimistisch.