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Täter/in und Opfer im Kreislauf der häuslichen Gewalt

Lesen Sie in der laufenden (noch nicht beendet) Artikelserie, warum Sie im Gewaltkreislauf kein Ende finden

Der Gewaltkreislauf und seine Auswirkungen
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Gewaltkreislauf - Häusliche Gewalt - 2. Phase

Die 1. Phase im Gewaltkreislauf dauert unterschiedlich lange. Die Dauer ist auch von Paar zu Paar oder Familie zu Familie verschieden.

Ein Junge weintTäter nimmt Opfer wieder wahr

Der Täter hat nach seinem Gewaltverhalten zunächst Kontakt mit sich selbst. Dieser stellt sich dadurch ein, dass der Täter sein Ziel der Ruhe erreicht hat.

Verläßt der Täter die erste Phase im Gewaltkreislauf, tritt er in die 2. Phase ein. Dabei verändert er seinen Fokus.

Er sieht sein Opfer. Er sieht, dass sein(e) Partner(in) oder sein Kind sich vor Schmerzen krümmt, schluchzt oder weint.

Der Gewaltkreislauf - Phase 2 - Nachdenklichkeit - Erschrecken - Entsetzen - Enttäuschung

Phase 2 - Nachdenklichkeit, Erschrecken, Entsetzen, Enttäuschung beim Täter

Der Täter wird also nachdenklich und denkt über sein Verhalten nach.

Er erkennt sein Opfer wieder als den eigenen Ehemann oder die eigene Ehefrau, als Partnerin, Sohn oder Tochter. Der Täter sieht, was er getan hat und mit seinem Verhalten angerichtet hat.

Er ist erschrocken und entsetzt. Außerdem ist er von sich selbst enttäuscht, denn dieses Verhalten passt nicht zu seinem Selbstbild.

Diese Gefühle stellen sich mit einer erheblichen Energie ein und der Täter erlebt große Schwierigkeiten, mit diesen um zu gehen.


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Phase 2 - Schmerzen, Verwirrung, Hilflosigkeit und Ohnmacht beim Opfer

Das Opfer wird vom ersten Gewaltverhalten des Täters (Ehemann, Ehefrau, Partner, Partnerin, Vater, Mutter) ebenso überrascht wie der Täter. Zusätzlich zu den körperlichen Schmerzen erlebt das Opfer wie schon gesagt Verwirrung, Hilflosigkeit und Ohnmacht. Die eigene Ohnmacht erlebt das Opfer auch in der 2. Phase im Gewaltkreislauf. Dieses Gefühl wird das Opfer auch im weiteren Verlauf des Gewaltkreislaufs nicht los.

Ohnmacht kaum zu ertragen

Denn das Opfer hat dieses Verhalten vom eigenen Ehemann, von der eigenen Ehefrau oder Partner(in) nicht erwartet. Die Intensität der eigenen Ohnmacht ist so groß, dass sie für das Opfer kaum zu ertragen ist. Es kann durchaus sein, dass sich das Opfer in dieser Phase bereits mit der Frage beschäftigt, was sie oder er zum Gewaltverhalten des Täters beigetragen hat. 

Versuch, Ohnmacht zu beseitigen

Das Opfer wird versuchen, die eigene Ohnmacht, dennoch irgendwie weg zu bekommen, also aktiv zu beseitigen. Die Frage nach der eigenen Beteiligung am Gewaltverhalten des Täters verspricht hier Erlösung, die es aber nicht geben kann. 

Das Opfer wird dennoch versuchen, die Kontrolle über die Gesamtsituation nach dem Gewaltverhalten des Täters zurück zu gewinnen.

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Über Michael Ueberschaer

Ich bin Michael Ueberschaer. Ich bin selbständiger Blogger.

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