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Der Aktionsrat Bildung meldet sich zu Wort - Schulbildung mit weniger Fachwörtern im Unterricht?

Erstellt von Michael Ueberschaer am 03.05.2016, 14:30

 

Ein Klassenraum für bessere Bildung?

Ich beschäftige mich schon länger auch aufgrund meiner beruflichen Ausrichtung mit dem Thema Bildung in Deutschland und Bildung im allgemeinen.

Da ich auch Freunde habe, die als Lehrer tätig sind, bleibt es mir nicht verborgen, dass massive Veränderungen im Bildungssystem im Gange sind.

Wie gerufen tritt nun der sogenannte Aktionsrat Bildung auf den Plan und gibt seine neuesten Empfehlungen der Öffentlichkeit preis.

Ich möchte mir im folgenden die Inhalte dieser Empfehlungen ein wenig genauer anschauen. Im Internet sind die ersten Links zu entsprechenden Artikeln zu finden:

Presse im Internet

Die Welt

Fokus

RP Digital GmbH


So heisst es bei der Welt, dass führende Bildungsexperten einen Masterplan fordern. Puh, das sind ja mal grosse Worte.

Weiter schreibt die Welt, dass die Experten behaupten, "Von der Bewältigung dieser "epochalen Situation" werde abhängen, ob Deutschland "seine Identität, seine produktive Kraft und seine Zukunftsfähigkeit erhalten und ausbauen" werde".

Riesenfass, Druck und Programm

Ich weiss nicht wie es Ihnen bei diesen Aussagen geht. Ich merke eine leichte Anspannung.

Für mich wird hier ein Riesenfass aufgemacht und letztlich Druck erzeugt.

Und dieser Druck wird nicht erzeugt, um die Bildungschancen zu verbessern. Hier wird von der Identität, der produktiven Kraft und der Zukunftsfähigkeit Deutschlands gesprochen.

Hier wird nicht von Menschen gesprochen, auch nicht von Kindern oder zumindest Schülern. Dieser Satz ist meines Erachtens Programm und gibt mir den Impuls, mich mit dem sogenannten Aktionsrat Bildung in Zukunft genauer zu beschäftigen.

Mangelnde Differenzierung

Im folgenden wird auf die hohe Anzahl von Flüchtlingen eingegangen und im Anschluß werden bekannte Forderungen wie früher Eintritt in die KITA, Vorschulkurse usw. gestellt. Dann zitiert die Welt den Aktionsrat Bildung, der auf unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund zu sprechen kommt. Angeblich "ist der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund, der keinerlei Berufsabschluss vorweisen kann, mit 38 Prozent mehr als doppelt so hoch wie unter Deutschen (14 Prozent)."

Hier setzt meines Erachtens schon eine mangelnde Differenzierung ein. Unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund und unsere Flüchtlinge sind unter gänzlich unterschiedlichen Voraussetzungen nach Deutschland gekommen. Die Forderungen, die im weiteren Verlauf des Artikels zitiert werden, bekommen dadurch schon einen leicht unangenehmen Beigeschmack.

Forderungen

Bekannte Forderungen

Weiterhin werden ebenfalls bekannte Forderungen wie gleichmäßige Verteilung auf Grundschulen und Vorbereitungsklassen zitiert.

Erstaunliche Forderung

Gleichzeitig schlägt der Aktionsrat vor, dass in den naturwissenschaftlichen Fächern weniger Fremdwörter benutzt werden sollten. Dies sei zur besseren Verständlichkeit für Schüler, deren Muttersprache nicht deutsch ist, notwendig. Ich frage mich, wie die Bildungsexperten dahin gekommen sind. Und ich muss sagen, dass ich aufgrund dieser Forderung sehr irritiert bin.

Bildungsanforderungen für Lehrer

Natürlich treibt der Aktionsrat auch wieder die Kuh Fortbildung und Weiterbildung für Lehrer und Lehrerinnen durchs Dorf. Grund hierfür ist die angebliche, fachliche Überforderung von Lehrern, die nicht nur mit unterschiedlichen Kulturen, sonder auch mit traumatisierten Kinder, Jugendlichen und Eltern konfrontiert sind.

Entlastung der Lehrer?

Erstaunlicher Weise wird hier auch von Entlastung der Lehrer durch 'Lernhelfer' und 'pädagogische Assistenten' gesprochen. Der geforderte Masterplan müsse auch erhebliche Investitionen beinhalten.

Bildung ist Ländersache !

Anhand des Umgangs mit der Schulpflicht von geflüchteten Kindern wird am Ende wieder einmal erwähnt, dass die Länder ihr eigenes Süppchen kochen.

Fazit

Die Bildungsexperten des Aktionrates sind allesamt Professoren, von den 10 aktiven Mitgliedern sind 2 Frauen. Mir fällt auf, dass im kommenden Gutachten, es wurde oder soll heute präsentiert werden, scheinbar im wesenlichen Forderungen aufgestellt werden.

Wer wann wie welche Forderungen zu erfüllen hat und ob dafür im Gutachten Antworten zu finden sind?

Das ist für mich die entscheidende Frage. Ich habe den Eindruck bekommen, dass dieser Aktionsrat seit nun gut 10 Jahren für die Entwicklungen im deutschen Bildungssystem verantwortlich zeichnet. Ich werde mir diesen Aktionsrat in Zukunft etwas genauer anschauen. Versprochen!