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Beziehungsprobleme klären - Teil 2

Erstellt von Michael Ueberschaer am 07.07.2016, 08:50

 

Wenn es Ihnen gelingt, Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin mitzuteilen, welche Gefühle Sie bzgl. Ihres Beziehungsproblems haben (wie im 1. Teil dieser Artikelreihe beschrieben), machen Sie ihr oder ihm ein Kontaktangebot.

Idealer Weise nimmt Ihr Gegenüber Ihre Gefühle auf und Sie sind miteinander im Kontakt. Dann haben Sie die notwendigen Voraussetzungen, ein Gespräch zu führen oder zu vereinbaren.

Beziehungsprobleme klären - Ihr Gegenüber nimmt Sie nicht wahr


Oft ist es leider so, dass der Gegenüber das Kontaktangebot nicht annimmt. Dies macht er entweder, indem er die Gefühle des anderen nicht wahrnimmt oder aktiv abwehrt. Dies führt dann zu Beziehungsproblemen durch ungeklärte, länger bestehende Konflikte. Einen solchen Konflikt können Sie allerdings nur in einem Gespräch klären.

Ein Teufelskreis - Was tun?

Das Verhalten Ihres Partners oder Ihrer Partnerin können Sie nicht verändern. Wenn Sie mit Ihren Gefühlen und Ihrem damit verbundenen Gesprächsbedarf nicht durchkommen, können Sie nur Ihr eigenes Verhalten verändern.

Ich habe schon an anderer Stelle davon gesprochen, dass Sie mit einem neuen Phänomen konfrontiert sind, wenn Ihr erneutes Kontaktangebot nicht angenommen wird.

Zum einen können sich neue Gefühle bei Ihnen einstellen und vielleicht bekommen Sie auch einen Eindruck vom Verhalten Ihres Partners oder Ihrer Partnerin.

Wichtig für Sie in diesem Zusammenhang ist, ob Sie den Eindruck bekommen, dass Ihr Partner* Ihnen zuhört. Es ist aus meiner Erfahrung recht sicher, dass dies nicht der Fall ist.

Neues Phänomen - Ihr Partner hört Ihnen nicht zu

Wenn Ihr Partner nicht zuhört, ist er natürlicher Weise nicht in der Lage, Sie mit Ihren Gefühlen wahr zu nehmen. Gründe hierfür können in der Persönlichkeit oder in der aktuellen Lebenssituation Ihres Partners liegen. Beides können Sie nicht beeinflussen.

Benennen Sie Ihren Eindruck. Wenn Sie Ihrem Partner mitteilen, "Ich habe den Eindruck, dass Du mir nicht zuhörst", vermeiden Sie einen Vorwurf. Sie sprechen dann von sich. Die Reaktionen können natürlich wieder unterschiedlich ausfallen:

  • Dein Eindruck ist falsch
  • Dein Eindruck ist richtig
  • Ich kann Dir momentan auch nicht zu hören
  • Wie kommst Du denn dadrauf?
  • Lass mich in Ruhe!

Wenn Sie in irgendeiner Form eine Reaktion bekommen, sind Sie miteinander im Kontakt und können nun eventuell ein ausführliches Gespräch vereinbaren. Wenn ein Gespräch derzeit Ihrem Partner nicht möglich ist, ist dieser vielleicht in der Lage, seine Gründe kurz zu beschreiben.

Je nachdem wie Ihr Partner reagiert, sind Sie gefordert, mit dem jeweiligen Phänomen erneut im Sinne Ihrer Selbstwahrnehmung umzugehen. Verstehen Sie das Gesagte? Welche Gefühle stellen sich bei Ihnen ein?

Fazit

Kontakt zu Ihrem Partner können Sie nur mit den Gefühlen, die sich zum jeweiligen Phänomen einstellen, herstellen. Solange Ihr Partner Kontakt vermeidet, also Ihr Kontaktangebot nicht annimmt, können Sie sich nicht verständigen.

Sie können Ihr eigenes Verhalten verändern und darauf achten, sich selbst im doppelten Sinne wahr zu nehmen. Sie können sich auf Ihren Teil der Verantwortung für eine gelungene Kommunikation konzentrieren.

* Ich wähle ab hier die männliche Form von Begriffen, um die Lesbarkeit des Textes zu gewährleisten