Alkohol und Häusliche Gewalt

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Alkohol wird oft für Häusliche Gewalt (Gewaltverhalten) verantwortlich gemacht

Alkohol und Häusliche Gewalt verbindet ein unerfreulicher Denkfehler. Im Gewaltkreislauf geben Täter und Täterinnen die Verantwortung an ihr Opfer ab. Täter und Täterinnen suchen nach einer Gewalttat nach äußeren Umständen oder anderen Gründen. Mögliche, vermeintliche Gründe werden dann vom Täter oder von der Täterin gefunden:

Gründe bzw. Ausreden für häusliche Gewalt?

Äußere Umstände (Beispiele)

  • Der Chef hat genervt
  • Es gibt zuviel Arbeit
  • Ich habe Stress mit einem Kollegen
  • Die Arbeit macht keinen Spaß mehr
  • Auf dem Heimweg hat mich ein anderer Verkehrsteilnehmer genervt
  • Ich habe Stress mit meinem besten Freund/ meiner besten Freundin

Andere Gründe (Beispiele)

  • Ich habe schlecht geschlafen
  • Ich war nicht gut drauf

oder

Ich war betrunken!

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Auch der Konsum von Alkohol entbindet nicht von der Verantwortung!

Häusliche Gewalt entsteht nicht durch Alkohol! Wie denn auch?Entgegen der weit verbreiteten Auffassung unter Tätern und Täterinnen fällt Ihnen die eigene Verantwortung zur Beendigung ihres Gewaltverhaltens schon bei der Entscheidung, ob sie Alkohol zu sich nehmen, zu.

Wenn jemand dazu neigt, sich unter Alkoholeinfluss vermehrt dazu zu entscheiden, Gewaltverhalten zu zeigen, dann beinhaltet die eigene Verantwortung, entweder weniger oder gar keinen Alkohol zu trinken.

Therapie zur Veränderung des Alkoholkonsums?

Täter und Täterinnen, denen es nicht gelingt, weniger oder gar keinen Alkohol zu trinken, sind ihre Verantwortung nicht los geworden! Die Verantwortung zur Beendigung Ihres Gewaltverhaltens beinhaltet dann, dass sie sich Unterstützung in Form einer Suchtberatung oder -therapie holen.

Mangelnde Bereitschaft?

Wenn ein Opfer die Erfahrung macht, dass der Täter oder die Täterin diesbezüglich nicht in Handlung kommt, lässt dies nur einen Schluss zu:

Täter oder Täterinnen übernehmen ihre Verantwortung nicht, sondern bevorzugen es, im Gewaltkreislauf zu verbleiben.

Weiterhin Häusliche Gewalt

Die Folge ist, dass Du als Täter oder Täterin billigend in Kauf nimmst, dass Du in Bälde erneut Deine Partnerin, Deinen Partner oder Eure Kinder schlagen wirst.

Für Dich als Opfer bedeutet dies, dass Du bei mangelnder Bereitschaft des/der Täters/in an der Sucht zu arbeiten, externe Unterstützung für Dich selbst organisieren solltest.

Fazit

Der Konsum von Alkohol ist für Täter und Täterinnen nicht geeignet, das eigene Verhalten zu entschuldigen. Gewaltverhalten ist nicht entschuldbar. Die eigene Verantwortung kann nicht an einen Stoff, hier Alkohol, abgegeben werden.

Alkohol ist eine Sache, der keine Verantwortung übertragen werden kann. Alkohol trifft keine Entscheidungen. Täter und Täterinnen treffen eine Entscheidung.

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