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Die Gründe für das Interesse an Antiaggressionstraining

Erstellt von Michael Ueberschaer am 08.11.2016, 09:45

  Aggressives Verhalten ist auf der einen Seite eine wichtige Ressource für die eigene Lebensgestaltung.

Wenn wir uns als Erwachsene allerdings unangemessen aggressiv verhalten, können wir damit Schwierigkeiten haben bzw. verursachen.

Für diesen Fall gelten Antiaggressionstrainings als eine mögliche Form der Unterstützung zur Beendigung aggressiven Verhaltens.

In einer Umfrage habe ich meine Leser gefragt, warum Sie sich für ein Antiaggressionstrainig interessieren.

22 Leser haben sich trotz des recht heiklen Themas entschieden, an meiner Umfrage teilzunehmen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bedanken.

Vielen Dank.

Die Umfrage ist nun beendet und ich möchte das für mich sehr interessante Ergebnis im Folgenden besprechen.

Antiaggressionstraining für den eigenen Bedarf

?50% meiner Leser, die abgestimmt haben, interessieren sich demnach für ein Antiaggressionstraining, weil Sie selbst etwas tun möchten. Obwohl 11 Abstimmungen nicht repräsentativ sind, zeigen diese dennoch einen Trend.

Viele Leser scheinen zum einen mit Ihrem Verhalten unzufrieden zu sein und auf der anderen Seite anzunehmen, dass ein Antiaggressionstraining für Sie das richtige Angebot ist.

Für die Beendigung des eigenen unangemessenen aggressiven Verhaltens ist der freiwillige Wunsch die wichtigste Voraussetzung. Eine weitere wichtige Voraussetzung ist, dass Sie selbst mit Ihrem Verhalten unzufrieden sind und nicht nur von Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin eine entsprechende Rückmeldung bekommen haben.

Eigentlich bedarf dies keiner weiteren Erwähnung. Ich erwähne es trotzdem, denn unser Verhalten können wir nur verändern, wenn wir dies wirklich möchten und aus unserer Sicht für sinnvoll halten.

Dabei ist zu beachten, dass unangemessenes aggressives Verhalten durchaus einen Nutzen mit sich bringt.

Antiaggressionstraining für Bekannte oder Betreute

Jeweils knapp 20% mit 4 Stimmen recherchieren nach Antiaggressionstraining entweder für Bekannte oder Betreute. Diese Leser sind also höchstwahrscheinlich entweder privat oder beruflich mit aggressivem Verhalten konfrontiert, vielleicht selbst direkt betroffen.

Davon ausgegangen, dass die Bekannten oder Betreuten jeweils etwas ändern möchten, wäre der erste Schritt, dass diese selbst, wenn möglich, nach einem passenden Angebot Ausschau halten.

Angebote jedweder Art, die Mitmenschen dabei unterstützen, ihr Verhalten zu beenden, können nur eine Wirkung erzielen, wenn diese eigenverantwortlich wahrgenommen werden.

Auflage zu Antiaggressionstraining

Auch während meiner Tätigkeit als Berater war ich regelmäßig mit Anfragen nach Antiaggressionstraining konfrontiert. Problematisch ist immer wieder, dass weder konkrete Angebote kommuniziert wurden noch die Kostenfrage geklärt war.

2 Leser haben abgestimmt, dass sie eine Auflage haben. Meine Erfahrung zeigt, dass bei einer vorhandenen Auflage die 'Betroffenen' kaum davon ausgehen, dass auch ein Antiaggressionstraining kostenpflichtig ist

Letztlich ist dies folgerichtig, denn eine Auflage schließt im allgemeinen aus, dass ein Eigeninteresse über die Strafvermeidung oder Strafreduzierung hinaus vorhanden ist.

Fazit

Antiaggressionstraining wird zu einem Großteil aus einem Eigeninteresse heraus recherchiert. Dies halte ich für bemerkenswert, zeigt es doch, dass Antiaggressionstrainings für viele Leser das richtige Angebot zu sein scheint, um aggressives Verhalten zu verändern.

Meine Recherchen zu Antiaggressionstrainings ergeben allerdings ein anderes Bild. Viele Antiaggressionstrainings meinen nicht aggressives Verhalten, sondern Gewaltverhalten und richten sich an Jugendliche, die bereits mehrfach durch Gewaltverhalten aufgefallen sind.

Für Erwachsene, die tatsächlich 'lediglich' unangemessenes aggressives Verhalten zeigen, ist es umso schwieriger, ein passendes Angebot zu finden.